Jahreskonferenz des Bundesverbandes der Innovationszentren begründet Entwicklungslinien

Jahreskonferenz des Bundesverbandes der Innovationszentren begründet Entwicklungslinien

Der Bundesverband Innovationszentren hat sich in seinen letzten beiden Jahreskonferenzen der Entwicklung der Zentrenszene intensiv gewidmet. Insbesondere die Konferenz Ende September 2016 in Mannheim hat unter dem Titel „Innovationszentren 5.0“ eine intensive Diskussion zu aktuellen Tendenzen der Gründerunterstützung geliefert. Die Ergebnisse dieser Konferenzen sind Leitlinien für die Entwicklung der Innovationszentren.

Weiterentwicklung der Zentren ist in vollem Gange

Anhand vieler Beispiele konnte nachgewiesen werden, dass der Prozess der Entwicklung neuer Formen der Gründerunterstützung sehr dynamisch ist. Die veränderten Geschäftsmodelle der Gründer in den innovativen Branchen wie Industrie 4. 0, Green Economy oder Digitalisierung erfordern auch angepasste Zentrenkonzepte. Wichtig ist es, dabei als wesentliches Ziel die optimale Unterstützung der StartUps zu sehen. Diesem Ziel ordnen sich die konkreten Angebote der Zentren unter. So existieren Innovationszentren, Inkubatoren, Acceleratoren, Coworkingspaces, Fab-Labs nebeneinander und ergänzen sich.

Gründerunterstützung als arbeitsteiliger Prozess mehrerer Akteure

Die unterschiedlichen Formen der Gründerunterstützung können in einer Region durchaus auch von mehreren Akteuren angeboten werden. Wichtig ist, dass man die Gründung eines Unternehmens als arbeitsteiligen Prozess mehrere Anbieter versteht, die ihre Leistungen aufeinander aufbauend erbringen. Private Anbieter und öffentliche Akteure sollten hier Hand in Hand arbeiten.

Innovationszentren als Koordinator des Gründungsprozesses

Dieses Zusammenwirken am gemeinschaftlichen Ziel ist ein wesentliches Kennzeichen der funktionierenden Gründerunterstützung. Nicht alleine die „Hardware“ bestimmt den Erfolg von Gründerunterstützung, sondern zunehmend die „Community“. Hier liegt eine wesentliche Verantwortung der etablierten Innovationszentren, die als kommunal getragene Einrichtungen als Wirtschaftsförderer agieren. Sie sind daher der Koordinator der am Gründungsprozess beteiligten regionalen Akteure. Bei ihnen laufen die wesentlichen Informationen zusammen, sie organisieren regionale Events und organisieren Transferprozesse. Wie Trüffelschweine suchen sie sowohl die innovativen Gründer als auch die besten Methoden der Gründerunterstützung und bringen Sie zum Markt.

Angebote der Innovationszentren weiter entwickeln

Trotz der gestiegenen Zahl der am Gründungsprozess beteiligten Akteure bleiben die Zentren mit ihren spezifischen Angeboten unersetzbar. Es wird auch zukünftig Branchen-Spezialisierungen der Zentren geben und die Infrastruktur bleibt wesentlicher Angebotsbestandteil. Dazu kommen Angebote wie Zugang zu spezifischen Finanzierungsformen, spezifische Gründerpakete und Ideenwettbewerbe. Nicht zuletzt moderieren sie auch den Dialog mit den politischen Entscheidungsträgern um den Innovationsprozess praxis- und lebensnah zu gestalten. Wesentliches Gesamtziel ist dabei, die positive Wahrnehmung des Unternehmertums in der Gesellschaft zu entwickeln. Mit ihrer Arbeit als Katalysator von Unternehmensgründungen mit Wachstumspotenzial spielen die Innovationszentren heute und in Zukunft eine entscheidende Rolle bei der Weiterentwicklung der regionalen Wirtschaftsstruktur und der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen.

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