Innovationszentren: jung geblieben und voll im Trend

Innovationszentren: jung geblieben und voll im Trend

Die vergangene Woche brachte in der Szene der deutschen Innovationszentren eine Reihe von interessanten Veranstaltungen. Da feiert der Innovationspark Wuhlheide als erstes Innovationszentrum Ostdeutschlands sein 25-jähriges Bestehen, da eröffnet in Kassel der Science Park Kassel als neuer Innovationspark seine Pforten und last but not least wird im Rahmen einer Fachkonferenz in Berlin Adlershof das erfolgreiche Wirken der Technologiezentren an diesem Standort resümiert.

Die ersten Innovationszentren kamen in Deutschland 1985 an den Markt. Von diesen ersten Zentren sind heute noch ein Großteil aktiv. Andere Zentren haben Ihr Profil geändert, sind aber auch weiterhin als wirtschaftsfördernde Einrichtung unterwegs. Und immer wieder gibt es, wie das Beispiel Kassel zeigt, auch neue Zentrenstandorte. Die Szene hat sich über die Jahre weiter entwickelt. Sowohl die Angebotspalette der Zentren wurde erweitert als auch die Form der Unterstützung von Unternehmensgründungen und Transfer. Waren es in den Anfangsjahren im wesentlichen die Infrastrukturangebote sowie die Betreuungsleistungen durch das Zentrums Management so haben die modernen Zentren auch Angebote im Bereich Finanzierung und Bildung in ihre Palette integriert.

Innovationszentren entwickeln sich mit den Anforderungen weiter

So wie sich die Anforderungen an die Arbeit der Zentren entwickelt haben so haben sich auch die Zentren gewandelt. Sie sind immer am Puls der Zeit gewachsen. Mit neuen Entwicklungen wie dem Aufkommen des Inkubatormodells oder der Entwicklung von branchenspezialisierten Zentren haben sie sich immer auseinandergesetzt und entsprechende Konzepte entwickelt. Beispielsweise ist der Science Park Kassel ein leistungsfähiger Inkubator der nun seine Arbeit aufnimmt. Die enge Kooperation mit der Kasseler Universität bietet dafür beste Voraussetzungen. Die Transferstelle der Uni ist im Science Park komplett präsent. Und als Novum hat der Science Park Kassel mit einem erfahrenen Finanzmanager einen Finanzierungsberater mit umfangreichem Fachwissen im Team. Coworking Spaces und Idea-Lab runden das Angebot ab und machen deutlich, dass es bei dem Konzept für den Science Park Kassel insbesondere darum ging, neueste Entwicklungen aufzugreifen und sinnvoll umzusetzen.

Innovationszentren sind Kristallisationskeime für Wachstumsregionen

Die Analyse zur Wirksamkeit der Innovationszentren des Wissenschaftsstandorts Adlershof brachte erneut zum Ausdruck, dass durch Innovationszentren erhebliche Effekte für die wirtschaftliche Entwicklung einer Region erreicht werden können. So ist das Wirtschaftswachstum am Standort mit mehr als 10 % p. a. überdurchschnittlich. Selbst bei der Bruttowertschöpfung wurden Wachstumsraten von über 7 % p. a. festgestellt. Diese Entwicklung hat sich kontinuierlich über ein ganzes Jahrzehnt halten können. Es macht deutlich, wie wichtig die Arbeit der Innovationszentren für die Entwicklung regionaler Wachstumskerne ist.

Innovative Konzepte für die Zentren selbst sind Erfolgsgarant

Bei der Konferenz in Adlershof wurde auch die bauliche Hülle für Innovationszentren intensiv betrachtet. Neben anspruchsvollen architektonischen Lösungen spielt bei den Innovationszentren die technische Infrastruktur eine wesentliche Rolle. Daher ist es wichtig, bei der Planung die Bedürfnisse der zukünftigen Nutzer möglichst gut zu kennen und zu berücksichtigen. Neben den üblichen technischen Lösungen ist für Innovationszentren die Sicherung der Abrechenbarkeit von Aufwand gegenüber verschiedenen Mietern unumgänglich und muss daher bereits bei der Planung berücksichtigt werden.

Nicht nur in Adlershof konnten derartige gute Ergebnisse konstatiert werden, auch der Innovationspark Wuhlheide in Berlin-Köpenick hat in den 25 Jahren seines Bestehens eine hervorragende Entwicklung genommen. In mehreren Bauabschnitten wurde sowohl ein Innovationszentrum mit mehr als 20.000 m² vermietbare Fläche errichtet. Der Park hat Kapazität für Firmenansiedlung auf weiteren Flächen. Inhaltliche Schwerpunkte liegen in den Bereichen Medizintechnik, Biotechnologie, Optoelektronik, Sensorik, Mikrosystemtechnik, Werkstofftechnik und Prozessautomation. Das Zentrum wird von Anfang an nach Umweltgesichtspunkten betrieben. Bereits 1994 wurde ein modernes Blockheizkraftwerk in Betrieb genommen. Das Zentrum besitzt seit 2005 ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem und war damit der erste umweltbewusst betriebene Technologiepark Deutschlands. Aus all dem wird deutlich, dass für Innovationszentren auch die Innovationen bei der eigenen Arbeit stets im Blickpunkt stehen muss, um dauerhaft wettbewerbsfähig zu bleiben. 

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