Grüne Gründungen sind stark im Kommen

StartGreen Award zum 1. Mal verliehen

Großer Bahnhof im Bundesministerium fürUmwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit: Zum 1. Mal wird an Gründer und Unterstützer des Bereiches „grüne Gründungen“ der StartGreen Award vergeben. Insgesamt gibt es 4 Kategorien: Gründungskonzept, StarUp, Junge Unternehmen und Unterstützer. Es gab 182 Bewerbungen, ein Ausdruck dafür, dass die Szene in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Gründungen im Bereich ressourcenschonender Technologien, Energieeinsparung und Technologien die die Energiewende unterstützen sind längst kein Randthema mehr. Vielleicht ist die Zeit nicht mehr weit, bis man bei jedem Gründungsprojekt die Frage nach Umweltaspekten stellen wird. Ich persönlich glaube das.

Mit dem StartGreen Award wurden die Bewerber ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Und das war gut so, gibt es der Branche doch erneuten Aufwind. Umso verständlicher war die Freude der Ausgezeichneten. Für viele kam Nominierung und Sieg durchaus überraschend. Mit den gewählten Kriterien für die Bewertung der Konzepte wurden verständlicherweise neue Wege beschritten. So wurde unter anderem der Grad des Lösungsbeitrages zur ökologischen Nachhaltigkeitsherausforderungen oder der Vorbildcharakter für die grüne Gründerszene von den Juroren besonders bewertet. Natürlich wurden auch klassische Bewertungskriterien wie Kundennutzen, Marktpotenzial und Reife des Geschäfts- und Finanzierungskonzeptes nicht vernachlässigt.

Sieger und Finalisten mit hochkarätigen Konzepten

Der Sieger im der Kategorie Gründungskonzept überzeugte die Jury besonders mit dem hohen Potenzial, umweltgefährdende Substanzen in der chemischen Industrie durch Wasser zu ersetzen. Das Team Sulfotools hat eine Lösung die nicht nur auf dem Papier funktioniert sondern bereits als Pilotlinie existiert. Ein Team aus Chemikern und Verfahrensingenieuren bietet beste Voraussetzungen für eine baldige Marktreife des Konzepts.

Auch ein weiteres Gründungskonzept, ein Kühlschrank der mit Abwärme betrieben wird, hat nach Ansicht der Jury hole Umweltrelevanz. Es verbessert eine bekannte Technologie – die Absorptionskältemaschine - durch Nutzung eines neuartigen Absortionsmittels, damit sie mit einem Temperaturniveau von 60 °C für die Energiezufuhr auskommt. Damit können Wärmequellen aus der Solarthermie oder aus Abwärmerückgewinnung für die Betrieb des Kühlschranks genutzt werden.

In der Kategorie Startup, d.h. der Bewerber die bereits ein Unternehmen gegründet haben, gewann die e3Computing GmbH den StartGreen Award. Dieses Unternehmen nutzt ein selbst patentiertes Verfahren, um die Wärmeabfuhr in Rechenzentren zu revolutionieren. Die mit den Kühlaggregaten von e3Computing ausgestatteten Rechenzentren können über 50 % der Betriebskosten einsparen.

In der Kategorie Junge Unternehmen, Firmen die bereits mindestens 5 Jahre am Markt agieren, konnte sich die Jury nicht auf einen Gewinner des Awards einigen. Zu gut waren die vorgestellten Konzepte. Beide letztendlich prämierten hatten überzeugende Argumente für den Sieg. So konnten sich schließlich Emission Partner GmbH & Co. KG, ein Unternehmen aus Niedersachsen das Katalysatoren für die Biogasmotoren herstellt und betreibt und das Unternehmen Sonnenbatterie GmbH, das intelligente Stromspeicher für überschüssigen Solarstrom anbietet, gemeinsam über jeweils einen Award freuen.

Vernetzung der Gründer und Unterstützer führt zu einer neuen Qualität

Nach der Preisverleihung ging es ans Netzwerken. Prämierte und Finalisten konnten fachsimpeln. Sie konnten Kontakte knüpfen zu Unterstützern, Finanziers und den Ausrichtern des Awards. Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit war die Preisverleihung ein Bestandteil des Projektes Startup4Climate, das das Borderstep-Institut gemeinsam mit dem Bundesverband Deutscher Innovations-, Technologie- und Gründerzentren e.V. und der Universität Oldenburg bearbeiten. Mit der Kommunikationsplattform start-green.net bieten sie eine Möglichkeit, Projekte gegenseitig kennenzulernen und Unterstützungsleistungen anzubieten oder auszutauschen. Die Kommunikation der Gründerszene ist entscheidende Voraussetzung für gegenseitige Anregungen. Im Gespräch werden neue Ideen geboren. Abschließend waren sich alle Partner einig: Tolle Bewerber, tolle Preisträger des StartGreen Awards.

Die „Grünen Gründungen“ haben an diesem Tag nur gewonnen. Und mit ihnen nicht nur unsere Umwelt sondern auch unsere Wirtschaft.

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